ist hsNeuer Bachelor-Studiengang „Management im Gesundheitswesen“

Düsseldorf, April 2018 – Das Gesundheitswesen weist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten und gleichzeitig eine erhöhte Nachfrage nach gut qualifizierten Mitarbeitern auf. Deshalb bietet die staatlich anerkannte IST-Hochschule für Management eine neue Qualifikation für den Einstieg in die stark wachsende Gesundheitswirtschaft an – den Bachelor-Studiengang „Management im Gesundheitswesen“.


Im vergangenen Jahr waren im Gesundheitswesen laut einer aktuellen Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR rund sieben Millionen Menschen beschäftigt, die rund zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften. Die Branche mit einem durchschnittlichen Wachstum von 3,8 Prozent pro Jahr ein Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Diese wirtschaftliche Entwicklung geht mit einer erhöhten Nachfrage nach gut ausgebildeten Mitarbeitern einher, die die ökonomischen Prozesse kennen und steuern können.
Mit dem neuen, betriebswirtschaftlich ausgerichteten Bachelor-Studiengang Management im Gesundheitswesen der IST-Hochschule erwerben Studierende Managementwissen, mit dem sie organisatorische Herausforderungen im Gesundheitswesen meistern und sich für eine leitende Position qualifizieren.


Vollzeit, Teilzeit oder dual – mit flexiblem Methodenmix

Das Studium kann in Voll- oder Teilzeit oder aber als duale Variante, also in einer Kombination aus Hochschulstudium und betrieblicher Ausbildung, absolviert werden. Alle drei Studienvarianten zeichnen sich durch eine Kombination aus multimedialen Vermittlungsformen aus, die den Studierenden höchste Flexibilität ermöglicht.
Studienhefte bilden dabei die Basis und werden ergänzt durch Online-Vorlesungen, Online-Tutorien, Webinare und Präsenzphasen. Die Online-Vorlesungen sind überall und jederzeit im Internet abrufbar, Seminar- und Prüfungstermine sind frei wählbar und dank der IST-App haben die Studierenden rund um die Uhr Zugriff auf ihr Studium. Sie entscheiden weitestgehend selbst, wann und wo sie lernen.


Gute Perspektiven in breitgefächerten Tätigkeitsfeldern

Die beruflichen Aussichten sind gut. Absolventen sind in der Lage, zentrale ökonomische Zusammenhänge des Gesundheitswesens zu erkennen und zu verstehen, verantwortungsvolle Aufgaben im Personal-, Qualitäts- und Changemanagement einer Gesundheitseinrichtung zu übernehmen, eigenverantwortlich als betrieblicher Gesundheitsmanager zu arbeiten sowie beratend für Gesundheitseinrichtungen tätig zu sein.

Die Einsatzgebiete sind dabei breit gefächert: Absolventen können in Akutkrankenhäusern, Rehabilitationskliniken, medizinischen Versorgungszentren, Einrichtungen zur ambulanten und teilstationären Behandlung wie z.B. Alten- und Pflegeheime, in Beratungsunternehmen für Gesundheitseinrichtungen, bei Krankenkassen und Verbänden sowie in Wirtschaftsbetrieben im Bereich des Gesundheitsmanagements tätig werden.
Der neue Bachelor-Studiengang „Management im Gesundheitswesen“ startet erstmalig im Oktober 2018, zum Wintersemester. Weitere Informationen zum Lehrplan und Voraussetzungen gibt es unter www.ist-hochschule.de.

DSC 0562 VersandWestküstenkliniken wollen Studiengang für Physician Assistants aufbauen

Heide, 9. März 2018. Beim Kampf gegen den Fachkräftemangel setzen die Westküstenkliniken auf neue Berufsbilder und wollen an der Westküste einen Studiengang zum Physician Assistant aufbauen.

WKK-Geschäftsführerin Dr. Anke Lasserre hat ein klares Ziel. Sie will gut ausgebildete Menschen an die Westküste und ihr Krankenhaus binden oder sogar aus anderen Regionen hierher holen. Ein Mittel dazu kann aus ihrer Sicht ein Studiengang zum sogenannten Physician Assistant sein. Ein Beruf, der eine Schnittstelle zwischen Medizin und Pflege darstellt und durch die Übernahme medizinischer Aufgaben insbesondere Ärzten mehr Freiraum für die Patientenversorgung schaffen kann.

„Wir haben dazu bereits Konzepte erarbeitet und können uns gut vorstellen, einen entsprechenden Studiengang hier an der Westküste aufzulegen“, sagte die Geschäftsführerin am Mittwoch bei einem Symposium der Westküstenkliniken zum Fachkräftemangel.

Das Konzept des Physician Assistant wurde von Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg positiv aufgenommen. Der Minister ließ bei dem Symposium Sympathien für die Einführung des neuen Berufes im Norden erkennen. „Wir beide machen das“, sagte er in seiner Rede an die Adresse von Dr. Anke Lasserre.
Schon jetzt nehmen die Westküstenkliniken bei der Ausbildung von Physician Assistants eine Vorreiterrolle im Land ein. Als eine von wenigen Kliniken in Schleswig-Holstein bietet sie zurzeit vier Studierenden zum Physician Assistant die Möglichkeit, den praktischen Teil ihres Studiums in Heide zu absolvieren.

Eine davon ist Martina Dichting. Die junge Frau arbeitet zurzeit in der Klinik für Notfallmedizin der Westküstenkliniken in Heide. Vor den Teilnehmern des Symposiums schilderte sie ihre Motivation, sich in Hamburg für den Studiengang des Physician Assistant eingeschrieben zu haben.

„Ich bin ausgebildete Medizinische Fachangestellte, wollte aber mehr Verantwortung übernehmen und das kann ich als Physician Assistant“, erklärte Dichting.

Es sind genau Menschen wie Martina Dichting, die Dr. Anke Lasserre bei ihrer Offensive für den Physician Assitant im Auge hat: hochqualifizierte Fachkräfte aus der Pflege, dem Rettungsdienst oder Praxen, die sich weiterentwickeln wollen.

„Diesen Menschen müssen wir Angebote machen, um sie an die Klinik, aber auch an die Region zu binden“, betonte die Geschäftsführerin.

Bislang gibt es in Deutschland nur sieben Hochschulen, die einen Studiengang zum Physician Assistant anbieten. Die Duale Fachhochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe war dabei eine der ersten Einrichtungen, die diesen Studiengang aufgelegt hatten. Studiendekan Prof. Dr. Markus Hoffmann konnte daher den Symposiums-Teilnehmern seine überwiegend positiven Erfahrungen schildern, wonach nicht nur die beteiligten Kliniken, sondern auch die Absolventen seiner Hochschule zufrieden mit ihrer Berufswahl waren.

„Durch das Studium zum Physician Assistant konnten Kliniken hochqualifizierte Mitarbeiter halten und die Absolventen selber sind zufriedener als vorher mit ihren Aufgaben“, erklärte Prof. Dr. Hoffmann.

Ob und wann ein entsprechender Studiengang auch in Heide eingerichtet werden kann, ist aber trotz des erklärten Willens der Westküstenkliniken offen. Denn das wurde auf dem Symposium auch deutlich: Sowohl in der Ärzteschaft als auch in der Pflege und auf Fachebene des Ministeriums wird der Physician Assistant noch skeptisch betrachtet.

„Durch unser Symposium haben wir aber einen Beitrag dazu geleistet, Skepsis abzubauen und ich hoffe, dass wir mittelfristig auch hier in Heide Studienplätze für Physician Assistants anbieten können“, so Dr. Anke Lasserre abschließend.

Stichwort Physicican Assistant

In den USA, Großbritannien oder den Niederlanden stellt der Physician Assistant bereits ein etabliertes Bindesglied zwischen Arzt, Pflegekraft und Patienten dar. In der Regel übernimmt der Physician Assitant medizinische Aufgaben. Ganz praktisch sind das Vorgespräche zur Patientenaufklärung, Erhebung der Krankengeschichte, Dokumentationsaufgaben oder auch Untersuchungen. „Alle Aufgaben erfolgen aber immer in Rücksprache mit einem Arzt“, erklärt Martina Dichting, P.A.-Studierende an den Westküstenkliniken. „Die Physician Assistants entlasten die Ärzte. Gerade wir Chef- und Oberärzte haben dadurch mehr Zeit für die Patienten und zur Ausbildung unserer Assistenzärzte“, berichtet Angela Grothe-Reith, Chefärztin im westfälischen Rheine, auf dem Symposium des WKK zu dem Thema.

Für das Studium zum Physician Assistant ist eine vorherige Ausbildung in einem medizinischen oder pflegerischen Beruf wie Gesundheits- und Krankenpflege, Rettungsassistent oder Medizinische Fachangestellte notwendig. Das Studium selber dauert drei Jahre und endet mit einem Bachelor-Abschluss.

Trotz der guten Erfahrungen in anderen Ländern gibt es in Deutschland in der Ärzteschaft und bei Vertretern der Pflege kritische Stimmen. Während die Medizin die Verlagerung von Aufgaben kritisch sieht, fürchtet die Pflege durch die Einführung des neuen Berufsbildes, dass dadurch ausgebildete Pflegekräfte verloren gehen.

Befürworter wenden dagegen ein, dass gerade durch das Studium wechselwillige Pflegekräfte im Krankenhaus gehalten werden und alle Berufsgruppen Entlastung erfahren.

 


Über die Westküstenkliniken

Die Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH (WKK) bilden das wichtigste medizinische Zentrum an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste und sind zugleich drittgrößtes Gesundheitsunternehmen des Bundeslandes mit insgesamt mehr als 770 Klinikbetten. Die Westküstenkliniken am Standort Heide sind Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitäten Kiel, Lübeck und Hamburg und verfügen zudem über ein eigenes Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen. Als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit seinen 23 Kliniken und Instituten jährlich rund 33.000 Patientinnen und Patienten stationär und teilstationär sowie rund 46.000 ambulant. Mit rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind die Westküstenkliniken größter Arbeitgeber der Region. Die WKK erzielten in 2016 einen Jahresumsatz von rund 149 Millionen Euro bei einem Überschuss von rund 2,2 Millionen Euro. Gerade das Zukunftsmodell in Brunsbüttel, das sogenannte Integrierte Versorgungszentrum, gilt als herausragende Innovation in der Klinikbranche, denn dort wird die ambulante Versorgung mit der stationären Versorgung vereint. Geschäftsführerin der Westküstenkliniken ist Dr. Anke Lasserre. Informationen im Internet unter www.westkuestenkliniken.de und www.bildungszentrum-wkk.de.


 

Bild: Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg (v.l.), WKKGeschäftsführerin Dr. Anke Lasserre und Studiendekan Prof. Dr. Markus Hoffmann führten bei dem Symposium über die Akademisierung von Gesundheitsberufen in das Thema ein.

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