image002Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt, dass mit der heute im Kabinett verabschiedeten Fassung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (PflAPrV) die Reform der Pflegeausbildung in Deutschland wieder einen Schritt vorankommt. „Wir sind froh darüber, dass wichtige Teile unserer Stellungnahme zum Referentenentwurf berücksichtigt worden sind. Das betrifft beispielsweise den Aufwand für die Zwischenprüfung nach zwei Ausbildungsjahren, der deutlich reduziert wurde“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Es muss trotz aller Kompromisse in allen Zweigen der neuen Pflegeausbildung aber sichergestellt sein, dass die künftigen Absolventinnen und Absolventen über die nötige Kompetenz verfügen, um den Anforderungen im Beruf gewachsen zu sein. Das gilt insbesondere für die Ausbildung mit dem Ziel Altenpfleger/in, schließlich fordert § 2 des SGB XI in Bezug auf Leistungen der Pflegeversicherung, ‚…Hilfen darauf auszurichten, die körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte der Pflegebedürftigen, auch in Form der aktivierenden Pflege, wiederzugewinnen oder zu erhalten.‘ Dafür werden Fach- und Erfahrungswissen benötigt, aber auch die Kompetenz, pflegewissenschaftliche Studien zu kennen und einzubeziehen. Schließlich ist es erklärte politische Strategie der Bundesregierung, die fachlichen Ziele und die Konzeption des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs umzusetzen. Das beauftragte wissenschaftliche Gutachten wird in 2020 dazu Ergebnisse liefern und Vorschläge machen; die künftige Ausrichtung der Pflegeausbildung muss dafür eine Antwort bereithalten.“ 

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)

Alt-Moabit 91, 10559 Berlin 

Tel.: 030-2191570 

Fax: 030-21915777

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www.dbfk.de

dbfk logoNeue DBfK-Positionspapiere: 

Fachweiterbildung und Fachpflegequote

Berlin, 30.05.2018

Mit zwei neuen Positionen weist die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Pflege im Funktionsdienst im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf Regelungsbedarf hin.

Durch zunehmende Beschäftigung fachfremden bzw. nicht qualifizierten Personals in den Funktionsbereichen geraten Patientensicherheit und Versorgungsqualität in Gefahr. Eine patientenorientierte professionelle Pflege nach neuesten pflegewissenschaftlichen und bezugswissenschaftlichen Erkenntnissen erfordert eine Fachpflegequote im Funktionsdienst. Die „Funktionsdienste“ sind in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen Bereiche wie z.B. Notaufnahmen, OP-Bereiche, Intensivstationen oder Endoskopieabteilungen. Sie erfüllen für Diagnostik und Therapie wesentliche Funktionen, zählen aber auch zu den Hochrisikobereichen. Für Ärzte besteht die Regelung, dass bestimmte Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten ausschließlich dem Facharzt vorbehalten sind. Im Sinne der Weiterentwicklung und Spezialisierung der Pflege im Funktionsdienst müssen diese fachlichen Anforderungen analog dem Facharztstandard angepasst werden. Wie bereits Linda Aiken und Kolleg/innen (2014) in ihrer umfassenden Studie nachgewiesen haben, ist die Sterbe-, Infektions- und Komplikationsrate geringer, je höher der Anteil an qualifizierten Pflegefachpersonen ist.

In einer weiteren Position fordert die BAG eine bundesweite Anerkennung und Harmonisierung der Weiterbildungen. In der Praxis zeigt sich, dass im föderalen System nach Länderrecht bestimmte Weiterbildungen nicht anerkannt werden bzw. die Inhalte nicht deckungsgleich für dasselbe Tätigkeitsspektrum sind. Die Möglichkeit der staatlich anerkannten Fachweiterbildung in den Funktionsdiensten stellt ein zusätzliches Element der Qualitätssicherung dar, um die pflegerische Versorgung der Patienten in diesen speziellen Bereichen auf einem hohen Niveau zu halten. Diese Spezialisierung wird durch die stetige Weiterentwicklung des Wissens und Könnens in den Fachbereichen auch in Bezug auf die Patientensicherheit zwingend erforderlich. Hierdurch wird die Entscheidung für den Pflegeberuf positiv beeinflusst und dessen Attraktivität gesteigert.

Beide Positionspapiere sind als Download unter www.dbfk.de/de/expertengruppen/pflege-im-funktionsdienst/BAG-Pflege-im-Funktionsdienst.php abzurufen. Die darin erhobenen Forderungen gehen einerseits an die Adresse der Politik, andererseits an Unternehmensleitungen, Vorgesetzte in den Funktionsdiensten sowie an Tarifpartner.

 

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
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